In­no­va­ti­ve Tech­no­lo­gi­en und nach­hal­ti­ge Lö­sun­gen im Be­reich Ground-Ope­ra­ti­ons an Flug­hä­fen – AeM Speed­port

 |  Betriebswirtschaftslehre, insb. Corporate Governance / Heinz Nixdorf Institut

Die Luftfahrtindustrie steht vor der Aufgabe, nachhaltige Mobilität zu fördern und gleichzeitig Emissionen zu reduzieren. Mit dem autonomen Manövrieren und Fahren von Flugzeugen auf Flughäfen können Treibstoffverbrauch, CO2- und NOx-Emissionen sowie Lärm deutlich verringert werden. Dieser innovative Ansatz ermöglicht Flughäfen und beteiligten Organisationen, effizienter zu arbeiten und aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Das Projekt AeM Speedport hat die Zielsetzung, die Luftfahrtindustrie neu und effizient zu organisieren. Dabei sollen herkömmliche Abläufe überdacht und optimiert werden, um Emissionen zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Zentrales Ziel ist ein neuartiges "Flughafen-ECO-System", das durch Automatisierung und Autonomie sämtliche Abläufe im “Ground Handling” grundlegend umgestaltet. Im Fokus steht die Erprobung von autonomen und vernetzten Fahrzeugen für den bodengestützten Verkehr auf Flughäfen. Zum Einsatz kommen verschiedene technische Systeme, die langfristig die vollständig automatisierte Kontrolle des Luftverkehrsmanagements ermöglichen und Prozesse effizienter, sicherer und nachhaltiger gestalten.

Unsere Fachgruppe “Behavioral Economic Engineering and Responsible Management” betreut das Thema der Technologieakzeptanz auf individueller und organisatorischer Ebene. Die Herausforderung liegt darin, technische Entwicklungen mit menschlichen Bedürfnissen zu verbinden. Durch den Einsatz qualitativer und quantitativer Forschungsansätze werden die Anforderungen von MitarbeiterInnen wie FluglotsInnen und Groundhandling-Personal erfasst.

Zentraler Beitrag der Fachgruppe ist die Entwicklung dieses umfassenden Konzepts zur Technologieakzeptanz innerhalb der Flughafenorganisation. Darüber hinaus erfolgt eine qualifizierte Interviewstudie, die die Perspektiven von Fluglotsinnen und Fluglotsen zum Automatisierungsprozess auf dem Flughafenvorfeld erfasst. Im Rahmen eines verhaltensökonomischen Experiments, im Labor der Universität Paderborn (BaER-Lab) werden verhaltensökonomische Aspekte im Kontext der Automatisierung und Automation am Flughafen, bzw. auf dem Flughafenvorfeld, genauer untersucht. Das Ziel ist es, mögliche Verhaltensverzerrungen von Menschen im Umgang mit Automatisierung und Automation im beruflichen Kontext aufzudecken und genauer zu beleuchten.
Die Erkenntnisse dienen als Grundlage, um die Technologieakzeptanz im Rahmen von Vor-Ort-Tests und Simulationen zu evaluieren und Handlungsempfehlungen für die Praxis geben zu können.

Mehr über das Projekt gibt es hier.