Unsere Forscher*innen sind einzigartig. Hier stellen sie sich vor und zeigen ihre ganz persönliche Seite, hinter der wissenschaftlichen Arbeit.
Sebastian Mantsch:
Meine beiden Abschlüsse habe ich in Paderborn absolviert. Das Masterstudium bestand aus den Fächern Digital Humanities und Philosophie, wobei mich hier die Schnittstelle zwischen Informatik, technologischen Möglichkeiten, aber auch ethischen Konflikten und Dilemmata stets interessiert hat. Seit November 2025 bin ich als Doktorand ein Teil des ERC-Projekts „Cultures of the Cryosphere“ und bin hierdurch heute im Heinz Nixdorf Institut beschäftigt.
Als kleiner Baustein im Rahmen eines großen Synergy-Projekts beschäftige ich mich mit der Erforschung des Konzepts „Digital Availability“. Damit meine ich u.a. die ständige Verfügbarkeit von Informationen, digitalisierten Gütern, Live-Services und auch die permanente Erreichbarkeit von uns als Individuen. Was ich erforschen möchte, ist, wann und wodurch dieses Verlangen nach konstanter Verfügbarkeit in einer vernetzten Welt entsteht, und ich möchte darlegen, welche infrastrukturellen Abhängigkeiten notwendig sind, um den heutigen Erwartungen von permanenter Verfügbarkeit zu genügen. Im Rahmen des Projekts fällt hier der Blick auf Kühltechnologien und Praktiken in Datenzentren, um einen unterbrechungsfreien Betrieb zu gewährleisten.
Mein Arbeitsalltag besteht demnach aus verschiedenen Aufgaben, z. B. der üblichen Literaturrecherche aus diversen Fachbereichen. Ich arbeite ebenfalls an der Etablierung einer neuen Annotationssoftware mit, die uns in Zukunft zielgenaue Korpusanalysen ermöglichen wird.
Um ein Gleichgewicht zwischen Alltag und Freizeit zu schaffen, treibe ich morgens Krafttraining und gehe nach dem Feierabend gerne ins Kino oder Theater. Ich bin ebenfalls im Tierschutz aktiv und habe eine Schwäche für alte Hunde entwickelt, die kaum noch oder kein Zuhause mehr finden. Auch das Reisen macht mir unfassbar viel Spaß, wobei ich meine zweite Heimat in Freizeitparks gefunden habe. Dementsprechend enden meine Urlaube meistens in der Natur oder auf einer Achterbahn.