Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler


Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler

Iris Gräßler ist Professorin in der Fachgruppe Produktentstehung.

Adresse
Fachgruppe Produktentstehung
Heinz Nixdorf Institut
Universität Paderborn
Fürstenallee 11
33102 Paderborn
e-Mail:iris.graessler@hni.uni-paderborn.de
Telefon:+49 5251 60-6275
Fax:+49 5251 60-6280
Raum:F0.312






Univ.-Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler hat zum 01. Oktober 2013 die Leitung des Lehrstuhls für Produktentstehung am Heinz Nixdorf Institut übernommen.

Iris Gräßler wurde am 03. Dezember 1969 in Köln geboren und ist heute verheiratete Mutter von drei Kindern. Nach dem Abitur studierte sie Maschinenbau an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. 1995 legte sie hier ihr Examen zur Diplom-Ingenieurin ab. Es folgten vier Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Produktionssystematik, Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen. Dort lag ihr Tätigkeitsschwerpunkt auf Industrie- und Forschungsprojekten in den Bereichen Produktentstehung, Simultaneous Engineering und Produktionssysteme. Ihre Promotion zum Themenfeld Simultaneous Engineering schloss sie 1999 mit Auszeichnung ab.

Anfang 2000 trat Gräßler als Fachreferentin für Produktentstehungsprozesse in die Unternehmenszentrale der Robert Bosch GmbH ein. Nach eineinhalb Jahren übernahm sie als Gruppenleiterin den Bereich Produktentstehung und die Verantwortung für BOSCH-weite Veränderungsinitiativen, wie z.B. Projektmanagement und Methodik Softwareentwicklung. In dieser Funktion vertiefte sie ihr praktisches Wissen über das Entwicklungsmanagement mechatronischer Systeme. Im Jahr 2003 erhielt sie an der RWTH Aachen aufgrund ihrer Habilitationsschrift "Entwicklung konfigurierbarer adaptiver mechatronischer Systeme" die Venia Legendi.

Die Beförderung zur Abteilungsleiterin im Geschäftsbereich Automobilelektronik, wo Gräßler die geschäftsbereichsweiten Veränderungsprozesse führte, erfolgte Ende 2002. Das Produktspektrum umfasste mechatronische Module, Steuergeräte, Elektronik-Komponenten und Sensoren. Als Projektdirektorin berichtete sie vier Jahre später direkt an den Bereichsvorstand und führte weltweit eine neue Systematik zur Absicherung der Mechanik-Zulieferqualität ein. Nach erfolgreichem Projektabschluss wechselte sie 2008 in den Zentraleinkauf der Robert Bosch GmbH und leitete dort Lieferantenentwicklungsprojekte mit strategischen Vorzugslieferanten. Durch Einführung von Lean Manufacturing und Lean Development entwickelte sie unternehmensübergreifende Wertschöpfungsketten im Sinne der Supply Chain Excellence.

Da sie ihre Leidenschaft für Wissenschaft und Lehre nie losgelassen hat, folgte Gräßler 2011 einem Ruf der Technischen Hochschule Köln und wurde dort Professorin für Konstruktionsmethodik und Produktentwicklung. Als Studiengangleiterin des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau setzte sie innovative Impulse im Curriculum und ließ 2012 den Studiengang erfolgreich reakkreditieren. Gräßler hat ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in über 60 nationalen und internationalen Veröffentlichungen publiziert. Zu Ihren Forschungsinteressen zählen die modellbasierte Szenario-Technik, Systems Engineering und Entwicklungsmethodik sowie Industrie 4.0. Um die Entwicklungsmethodiken für adaptive, machatronische Systeme und Cyber-physische Systeme weiterzuentwickeln und überregional zu harmonisieren, engagiert sie sich in der VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung GPP sowie in der VDI-/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik GMA. Darüber hinaus wirkt sie in den Programmkomitees VDI Mechatronik, ECEC, DESIGN, ICED, WinteSys und PEM mit. In der Nachfolge von Professor Jürgen Gausemeier als Leiterin des Fachgebiets Produktentstehung liegt Gräßler insbesondere der Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung und industrieller Praxis am Herzen. Hierbei kommen ihr ihre einschlägigen Erfahrungen im Change Management zu Gute.