ENTIME - Entwurfstechnik Intelligente Mechatronik

Aktuelles

Poster vom Tag des Systems Engineering 2012 in Paderborn

ENTIME Beschreibung

Das Forschungsprojekt „Entwurfstechnik Intelligente Mechatronik“ (ENTIME) soll die Innovationskraft des modernen Maschinenbaus stärken, in dem zum einen eine fachgebietsübergreifende Entwurfstechnik entwickelt wird. Zum anderen sollen semantische Technologien für den effektiven Austausch von Lösungswissen in den Branchenwertschöpfungsketten genutzt werden.

Bei der Entwicklung mechatronischer Systeme werden in hohem Maße bewährte Lösungselemente eingesetzt. Dies sind Komponenten wie Maschinenelemente und Steuerungskomponenten, die von Zulieferern via Katalog und Internet angeboten werden. Ein Hindernis für Innovationen ist, dass die Entwicklungsingenieure in den Unternehmen ausschließlich Lösungsansätze nutzen, die ihnen bereits bekannt sind. Mithilfe der Techniken des Semantic Web soll in ENTIME diese Fixierung aufgehoben werden. Weiterhin wird im Rahmen des Projekts eine fachgebietsübergreifende Entwurfstechnik entwickelt, die klassischen Maschinenbau, Elektronik, Regelungstechnik und Softwaretechnik integriert. Diese ermöglicht auch, innovative Lösungselemente für den Einsatz im modernen Maschinenbau hervorzubringen.

Das Vorgehen beim Entwurf intelligenter mechatronischer Systeme gliedert sich in die fachdisziplinübergreifende Konzipierung und die fachdisziplinspezifische Konkretisierung. In der Konzipierung wird zunächst bewährtes Lösungswissen in Form von Lösungsmustern, d. h. bewährte Lösungen für wiederkehrende Probleme zur Realisierung der geforderten Funktionen, benötigt. Die Lösungsmuster werden zum Produktkonzept synthetisiert und anschließend validiert. Die Validierung erfolgt modellbasiert, d. h. den Lösungsmustern sind idealisierte simulationsfähige Modelle zugeordnet. Im Rahmen der Konkretisierung werden die Lösungsmuster durch Lösungselemente ersetzt. Diese sind mit detaillierten Modellen verknüpft, die eine konkrete Parameterausprägung aufweisen. Zentraler Punkt dieses wissens- und modellbasierten Entwurfsprozesses ist die Suche nach Lösungsmustern und -elementen. Im Fokus von ENTIME steht daher die von der Fachterminologie unabhängige Verarbeitung der Semantik des Lösungswissens, mit dem Ziel auf Basis einer fachgebietsübergreifenden Spezifikation Lösungsmuster und -elemente auszuwählen.

Das Projekt wird vom Land NRW sowie der EUROPÄISCHEN UNION, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, „Europa - Investition in unsere Zukunft“ mit ca. 4,3 Mio. Euro gefördert. Es wird vom Heinz Nixdorf Institut, vertreten durch die Professoren J. Gausemeier, W. Schäfer und A. Trächtler, in enger Kooperation mit neun Unternehmen aus der Region durchgeführt. Es wird damit die Innovationskraft der Zukunftsbranche Maschinenbau stärken und die Erschließung neuer Vertriebskanäle für heimische Unternehmen ermöglichen.

NRW Ziel 2-Programm

Im Jahr 2007 hat eine neue Förderperiode des NRW Ziel 2-Programms begonnen. Das Programm verfolgt drei Ziele:

  1. Der Mittelstand und die Existenzgründerszene sollen noch stärker und aktiver werden als bisher.
  2. Städte und Regionen sollen attraktiver und lebenswerter werden.
  3. Insbesondere sollen sich Innovationsbereitschaft und Innovationsfähigkeit im ganzen Land verbessern.

Zukunftsweisende Technologien und Dienstleistungen, ungewöhnliche Kooperationen oder neue Ansätze für den Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft stehen im Mittelpunkt. In entsprechenden Wettbewerben des Landes hat das Heinz Nixdorf Institut drei Projekte gewonnen.

    

Ansprechspartner

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