Palladio Komponentenmodell

Das Palladio Komponentenmodell (PCM) ist eine domänenspezifische Modellierungssprache um komponentenbasiete Softwarearchitekturen zu beschreiben. Es wurde mit dem Ziel entworfen, frühe Performancevorhersagen für Softwarearchitekturen durchzuführen. Das PCM ist dabei an die Entwicklerrollen eines komponentenorientierten Entwicklungsprozesses angepasst. Das PCM wurde mit Hilfe des Eclipse Modelling Frameworks (EMF) realisiert. Wir haben für den Umgang mit dem PCM ein integriertes Modellierungswerkzeug (die PCM-Bench) auf Basis der Eclipse Rich Client Plattform realisiert. Dieses Werkzeug erlaubt die Erstellung von PCM Modellen sowie die Durchführung von Performanceanalysen mittels analytischer oder simulationsbasierter Verfahren. Die Entwicklung des Modells startete 2003 an der Universität Oldenburg und wird seit 2006 von der Software Design and Quality Group am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Software Engineering Group am Forschungszentrum Informatik, FZI unter der Leitung von Professor Ralf Reussner vorangetrieben. Die Palladio Forschergruppe wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt. Das Modell ist nach dem berühmten italienischen Renaissancearchitekten Andrea Palladio (1508-1580) benannt.

In der Softwaretechnikgruppe der Universität Paderborn bildet das PCM eine Grundlage für einige Arbeiten im Rahmen des SFB 901 "On-The-Fly Computing". Außerdem entwickeln wir aktiv das ProtoCom Werkzeugs zur modellgetrieben Erstellung von Performance-Prototypen weiter.