Automatisierte Überführung von Anwendungssoftware-Komponenten in eine Cloud-Computing-Umgebung (AACC)

Betriebliche Informationssysteme werden branchenübergreifend in Unternehmen verschiedener Größe eingesetzt, um durch die effektive Steuerung der Geschäftsprozesse dem steigenden Wettbewerbsdruck zu begegnen. Erweiterungskomponenten dieser Systeme bieten kunden- oder branchenspezifische Funktionen. Für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) stellt sich das Problem, dass eine komplexe und aufwändige Infrastruktur für ein betriebliches Informationssystem eingeführt und gewartet werden muss, um diese Erweiterungskomponenten nutzen zu können.

Cloud-Computing ermöglicht die Bereitstellung der Funktionen als sogenannten „Software-as-a-Service“ (SaaS). Diese Services werden auf einer speziellen Plattform, der sog. Cloud-Computing-Umgebung, entwickelt und ausgeführt und über eine Internetverbindung bereitgestellt. Durch das Angebot als SaaS erschließen sich für die Anbieter von Erweiterungskomponenten neue Kundenfelder im Bereich von KMU.

Da Erweiterungskomponenten in die Struktur von betrieblichen Informationssystemen integriert sind, gestaltet sich die modulare Bereitstellung als SaaS schwierig und macht die Überführung in eine Cloud-Computing-Umgebung erforderlich. Die technische Herausforderung liegt hier in den unterschiedlichen Architekturen komponentenorientierter Erweiterungen und serviceorientierter Cloud-Computing-Umgebungen, wodurch neue Ansätze zur Überführung erforderlich werden.

Projektziele und geplante Ergebnisse

Das Ziel des Projektes AACC ist die Entwicklung eines methodenbasierten Werkzeugs für die automatisierte Überführung von Erweiterungskomponenten in eine Cloud-Computing-Umgebung (AACC). Um den angestrebten Grad an Automatisierung und Anpassbarkeit zu erreichen, verfolgt AACC einen modellgetriebenen Migrationsansatz. Mit Hilfe des angestrebten, innovativen Ansatzes zur automatisierten, modellgetriebenen Überführung sollen diese Entwicklungsaufwände um schätzungsweise 60% bis 80% reduziert werden.

Förderung und Organisation

Das Projekt AACC wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Programms ZIM - Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand gefördert. Das Projekt hat im Februar 2013 begonnen und hat eine Laufzeit bis zum Januar 2015. Das s-lab – Software Quality Lab der Universität Paderborn kooperiert in diesem Projekt mit der S&N AG. Das s-lab – Software Quality Lab beschäftigt sich in diesem Projekt schwerpunktmäßig mit der Entwicklung einer modellbasierten Überführungsmethode, welches die Entwicklung von methodischen Vorgehen, Modellen und Modelltransformationen beinhaltet. Die S&N AG konzentriert sich auf Entwicklung hochkomplexer Komponenten zur modellbasierten Überführung und der Integration der verschiedenen Komponenten zu einer durchgehenden Werkzeugunterstützung.