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Benefits & Operations of MBSE: Empfehlungen zur Überwindung von Barrieren und zur Nutzung der MBSE-Vorteile

Die wachsende Komplexität und Interdisziplinarität bei der Entwicklung von Systemen erhöht für Unternehmen den Bedarf, Model-Based Systems Engineering (MBSE) in die Anwendung zu bringen. Im MBSE werden Anforderungen, das Verhalten und die Struktur des betrachteten Systems modellbasiert definiert, analysiert und gepflegt. Das Potenzial von MBSE wird bisher in der Praxis nur selten ausgeschöpft, da die Vorteile nur schwer wirtschaftlich bewertbar sind.

In Kooperation mit dem Industrieunternehmen Siemens Digital Industries führte die Fachgruppe Produktentstehung die Alleinstellungsmerkmale des Ansatzes aus akademischer und praktischer Sicht zusammen. Das gemeinsame Ziel ist es, die Mächtigkeit von MBSE in die Anwendung bringen und zu einem nachvollziehbaren Nutzen zu führen. Das Ziel des Projekts war die Generierung wissenschaftlich fundierter Ergebnisse zur Verbesserung des gemeinsamen Verständnisses von industriellen Anwendern, Tool-Herstellern und Academia von MBSE.

Die Fachgruppe Produktentstehung charakterisierte hierzu relevante Rollen für die Einführung und Nutzung von MBSE in einem dezidierten Rollenmodell. Jeder Rolle wurden Verantwortlichkeiten und zentrale Aufgaben zugeordnet. Anschließend wurden sieben semistrukturierte Interviews mit domänenspezifischen Fachexperten des Industrieunternehmens durchgeführt, in denen Schlüsselrollen von den Teilnehmern identifiziert und in einer Stakeholder-Landkarte verortet wurden. Darüber hinaus wurden aktuelle und zukünftig benötigte Kompetenzen der Rollen durch die Interview-Partner bewertet. Fünf Schlüsselrollen wurden für die weitere Detaillierung selektiert: Project Leader, Systems Designer, MBSE Project Manager, sowie Repräsentanten des mittleren Managements (Mid-Level) und des oberen Managements (C-Level). Die Schlüsselrollen wurden mithilfe der narrativen Personas-Methode dargestellt, wodurch zusätzliche fachliche und persönliche Eigenschaften der Rollen charakterisiert wurden. Personas sind fiktive Charaktere, welche Informationen über einzelne Schlüsselrollen stereotypisieren und strukturiert darstellen. So kann ein starker Fokus auf die adressierte Zielgruppe erzeugt werden, und es ermöglicht die Kommunikation der Bedürfnisse einzelner Schlüsselrollen.

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