Ob beim Streamen einer Serie, beim Navigieren mit dem Smartphone durch eine fremde Stadt oder beim Chatten mit Freund*innen – Software ist längst ein unsichtbarer Begleiter unseres Alltags geworden. Genau deshalb wächst mit jeder neuen Anwendung auch die Frage: Wie sicher ist der Code, der dahintersteckt?
Eine Antwort liefert die statische Programmanalyse. Der Code wird hierbei direkt analysiert - ohne ihn auszuführen. So lassen sich Schwachstellen aufspüren, bevor sie überhaupt zur Gefahr werden. Angesichts der Kosten, die ein einziger erfolgreicher Cyberangriff verursachen kann, ist das eine wertvolle und wichtige Technik.
In der Praxis stehen Software-Ingenieur*innen dabei jedoch vor einem eigenen Problem: Der Markt an Analyse-Tools ist unübersichtlich groß, und jedes einzelne davon bringt wiederum eine Fülle an Konfigurationsmöglichkeiten mit, die von Hand eingestellt werden müssen. Wer das passende Werkzeug für den eigenen Code sucht, verliert schnell den Überblick.
Hier setzt SOSA an, ein Projekt unserer Fachgruppe „Secure Software Engineering". Die Idee dahinter: Software-Ingenieur*innen geben nur noch den Code ein, der geprüft werden soll – die Auswahl und Konfiguration des passenden Analyse-Tools übernimmt SOSA vollautomatisch, abgestimmt auf den jeweiligen Kontext.
Damit soll es aber nicht getan sein. SOSA soll außerdem lernen, die eigenen Analysen zu reflektieren: Wie gut war ein Analyseergebnis, und woran lag das? Aus diesem Verständnis heraus soll das System bei künftigen Analysen von Mal zu Mal treffsicherer entscheiden, welches Tool mit welchen Optionen am besten passt.
Am Ende verfolgt SOSA ein klares Ziel: Software-Ingenieur*innen bei der Wahl ihrer Analyse-Tools zu entlasten und Sicherheitslücken effektiver zu finden.
Wie relevant das Thema ist, zeigt auch die Politik: 2023 hat die EU mit dem Cyber Resilience Act (CRA) verbindliche Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitaler Software beschlossen. Ab Dezember 2027 gilt der CRA verpflichtend.
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