Lehre

Hier finden Sie Informationen zu Bachelor- und Masterarbeiten.

Regelmäßige Lehrveranstaltungen

Welche Lehrveranstaltungen aktuell angeboten werden sowie die Uhrzeiten und Räume entnehmen Sie bitte dem interaktiven Vorlesungsverzeichnis der Universität, eine ausführliche Veranstaltungsbeschreibung dem von der Fachschaft herausgegebenen Veranstaltungskommentar.

Bachelor-Studiengang Informatik, 1. Studienabschnitt

Grundlagen Mensch-Maschine-Wechselwirkung – letztmalig im Sommer 2018

Erlernbarkeit und Beeinträchtigungsfreiheit bei der Nutzung von Softwaresystemen sowie die barrierefreie Erschließbarkeit von Informationen aus dem Internet sind heute Kernanforderungen an die Produktgestaltung in der Informatik. Dabei geht es zum einen darum mit Hilfe geeigneter Gestaltungsmaßnahmen Verständnisprozesse bei Nutzern zu fördern und unnötige Belastungen bei der Arbeit mit Softwaresystemen zu vermeiden. Zum anderen ist ein methodisches Repertoire erforderlich, um schon während des Entwurfs die Gebrauchstauglichkeit sichern zu können. Dazu ist eine Reihe von fachlichen Grundlagen erforderlich, die von rechtlichen Anforderungen über physiologische und psychologische Grundlagen bis hin zu Methoden und Techniken der Systemgestaltung reichen.

Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, grundlegende Problembereiche der Mensch-Rechner-Interaktion zu erkennen und sie konstruktiv gestaltend umzusetzen. Damit sollen sie zugleich anschlussfähiges Wissen erwerben, das vor allem für die Zusammenarbeit mit Designern und Ergonomen erforderlich ist, aber auch für den Diskurs mit Medienwissenschaftlern und Pädagogen (eLearning) hilfreich ist. Die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten bilden zugleich die Grundlage für vertiefende Veranstaltungen im Bereich der Mensch-Maschine-Wechselwirkung wie z.B. Usability Engineering, Computergrafik oder auch Medien-Ergonomie.

Literatur:

  • Benyon, David (2010): Designing interactive systems. A comprehensive guide to HCI and interaction design. 2nd ed. Harlow: Addison Wesley.
  • Leventhal, Laura M.; Barnes, Julie A. (2008): Usability engineering. Process, products, and examples. Upper Saddle River, NJ: Pearson/Prentice Hall.
  • Nielsen, Jakob (1996): Usability engineering. 3. printing. Boston: Acad. Press.
  • Raskin, Jef (2009): The Humane Interface. New directions for designing interactive systems. 11. print. Boston, Mass.: Addison Wesley.
  • Shneiderman, Ben; Plaisant, Catherine (2010): Designing the user interface. Strategies for effective human-computer interaction. 5. ed., internat. ed. Upper Saddle River, NJ: Addison-Wesley/Pearson.
  • Tognazzini, Bruce (1992): Tog on interface. 2. printing. Reading, Mass.: Addison-Wesley.

Bachelor-Studiengang Computer Engineering, 2. Studienabschnitt

Gesellschaft und Informationstechnik

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die gesellschaftlichen Aspekte der Informationstechnik und versetzt die Studierenden in die Lage, die gesellschaftliche und ethische Bedeutung des Fachs zu beurteilen und Konsequenzen für verantwortungsbewusstes Handeln zu ziehen. Die Studierenden verstehen die Zusammenhänge zwischen Informationstechnik und Gesellschaft, sind in der Lage, die Auswirkungen informationstechnischer Produkte und Dienstleistungen zu analysieren und potentielle Konfliktfelder zu identifizieren, und kennen ethische Verhaltensregeln, wie sie zum Beispiel von den Berufsorganisationen IEEE und ACM herausgegeben werden.Da methodisch nicht alle Aspekte der Softwareentwicklung über das Produkt Software begründet werden können, sind zunehmend prozessorientierte Techniken und Methoden in den Vordergrund gerückt. Dieses Spannungsfeld zwischen Produkt- und Prozessorientierung soll in verschiedenen Themenbereichen verteilt beobachtet werden.

Die Veranstaltung umfasst unter anderem folgende Inhalte:

  • Geschichte der Informatik
  • Einführung in Ethik
  • Kommunikation in Netzwerken
  • Geistiges Eigentum
  • Datenschutz
  • Sicherheit von Computern und Netzwerken
  • Zuverlässigkeit von Computern
  • Professionelle Verantwortung
  • Wechselwirkungen zwischen Informatik und Gesellschaft

Master-Studiengang Informatik

Kontextuelle Informatik

Informatiker entwickeln auf Zeichen basierende Produkte (Programme, Spezifikationen, Dokumentationen etc.), die einen spezifischen Gegenstandsbereich modellieren. Bei der Entwicklung solcher Produkte stellen sich vielfältige Fragen: Wie können die zu verarbeitenden Daten sowie die umzusetzenden Prozesse angemessen modelliert werden? Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Möglichkeit, Systeme interaktiv zu gestalten? Welche Rolle wird beim Einsatz der Software den Benutzern, welche der Software zuteil? Welche Rahmenbedingungen des Einsatzkontexts sind dabei zu beachten?

Die Veranstaltung »Kontextuelle Informatik« erörtert die im weiteren Verlauf relevanten Grundbegriffe der Informatik mit besonderem Augenmerk auf die Unterscheidung zwischen technischen Konzepten und der Nutzungssphäre. Vor diesem Hintergrund werden Theorien interaktiver Systeme betrachtet, um insbesondere die Rolle digitaler Medien für geistige Prozesse untersuchen. Bei der Entwicklung von Informatiksystemen müssen die relevanten Daten und Prozesse bis zu einem gewissen Grad antizipiert und als formales System beschrieben werden. Dies wirft Fragen auf, unter welchen Bedingungen eine solche formale Beschreibung adäquat erfolgen kann und welche Konsequenzen sich daraus in Bezug auf die Zuverlässigkeit und den verantwortbaren Einsatz von Informatiksystemen ergeben.

Lehrveranstaltungen für andere Studiengänge

Einführung in die Informatik für Geisteswissenschaftler

Die Studierenden erhalten einen Einblick in die Denk- und Arbeitsweisen der Informatik. Sie lernen Basiskonzepte und -begriffe der verschiedenen Teilbereiche der Informatik kennen und erwerben ein Basisverständnis bezüglich Formalisierung sowie die Fähigkeit, Software nicht mehr von der Nutzer- sondern von der Erstellerseite her zu denken. Die Studierenden gewinnen einen Einblick in die gesellschaftliche Bedeutung der Informatik und der digitalen Medien sowie in die Fachsprache der Informatik und damit die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Fachsprachen und Fachkulturen zu moderieren.

Die Veranstaltung ist inhaltlich wie folgt gegliedert:

  • Überblick: Von Schrift und Zahl zu Hypermedia
  • Grundlagen des Internet
  • Darstellung von Daten in Computern
  • Trennung von Form und Inhalt
  • Formale Beschreibung von Regelsystemen
  • Algorithmen
  • Kernkonzepte höhere Programmiersprachen
  • Einführung in die Programmierung am Beispiel JavaScript
  • Vom Programm zur Anwendung
  • Abstrakte Datenstrukturen
  • Ergonomie