Fraunhofer Engagement

Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM

Jubiläum am Fraunhofer IEM: Im Jahr 2021 feierte das Forschungsinstitut an der Zukunftsmeile 1 zehn Jahre anwendungsorientierte Forschung rund um das Thema Engineering der Zukunft. Auch in Kooperation mit dem Heinz Nixdorf Institut entstehen intelligente Produkte, Produktionssysteme, Dienstleistungen und Softwareanwendungen „Made in Paderborn“. Neben besonderen Jubiläumsaktionen standen in 2021 auch spannende Themen und Projekte an.

Gegründet wurde das Fraunhofer IEM im April 2011 als Fraunhofer-Projektgruppe mit einer guten Handvoll Wissenschaftler*innen. Heute arbeiten 230 kreative Köpfe in der Zukunftsmeile 1 – und konnten 2021 auf eine ganzes Jahrzehnt Forschung zurückblicken. „Wer Jubiläum hat, sollte ausgiebig feiern, Gäste einladen, Torte essen.“, so Professor Ansgar Trächtler, Institutsleiter am Fraunhofer IEM. „Leider machte die Coronapandemie dem Fraunhofer IEM im Jahr 2021 einen Strich durch die Rechnung. Gefeiert wird trotzdem: Mit spannenden Aktionen würdigen wir zehn Jahre Spitzenforschung in Paderborn: Dazu gehörten unser hervorragendes Team, unsere Partner*innen aus Industrie und Wissenschaft sowie unsere Projekte und Fokusthemen.“

Jubiläumsaktionen: #10JahreIEM

Flaggen und Banner machten alle Besucher*innen und Passant*innen der Zukunftsmeile 1 auf das Jubiläum aufmerksam. Mit kräftigen Farben hob sich das Jubiläumsdesign des Fraunhofer IEM deutlich vom Fraunhofer-Grün ab und zeigte: 2021 war ein besonderes Jahr. Auf LinkedIn, Twitter und Facebook stellten die Wissenschaftler*innen ihre Forschung sowie informative Daten und Zahlen zum Institut vor: Selbst kreierte Memes zeigten, dass Wissenschaft auch Spaß macht, die Challenge „Erklär‘s deiner Omma“ machte komplexe Forschung verständlich, und die Zahl des Monats lieferte Einblicke in den Forschungsbetrieb. Tipp: Alle Beiträge lassen sich über die Hashtags #EngineeringtheFuture und #10JahreIEM finden. Pünktlich zum Jubiläum wurde auch das neue Institutsvideo veröffentlicht. Hier geben die Forscher*innen Einblicke in ihre Arbeit und zeigen, warum auch FIFA- Spielen zum Projekterfolg führen kann. Die Jubiläumswebsite vereint schließlich Rückblick, Bestandsaufnahme und Ausblick. Auf ihr finden sich Glückwünsche von Partner*innen und Förderer*innen wie Miele, Weidmüller oder dem BMBF, spannende Rückblicke auf die letzten zehn Jahre und aktuelle Forschungsthemen. Außerdem beantworten Kolleg*innen aus Forschung und Verwaltung die Frage: „10 Jahre IEM – what’s next?“
www.10-jahre-fraunhofer-iem.de

Advanced Systems Engineering: Leitbild für das Engineering von morgen

Ein umfangreiches Umdenken im Engineering der Marktleistungen von morgen fordert das Fraunhofer IEM gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten IAO und IPK, dem IPEK – Institut für Produktentwicklung und acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Grundlage ist eine Erhebung zum Leistungsstand des Engineerings in Wirtschaft und Wissenschaft, die vom BMBF im Rahmen des wissenschaftlichen Projekts „AdWiSE“ gefördert und auf der digitalen Hannover Messe 2021 veröffentlicht wurde. Advanced Systems Engineering bietet Unternehmen einen Handlungsrahmen, mit dem sie ihre Produkte auch in Zukunft erfolgreich im internationalen Wettbewerb platzieren. Die Kernthese des AdWiSE-Forschungskonsortiums: Deutsche Unternehmen sind traditionell stark im Engineering, stehen künftig aber vor großen Herausforderungen. Die erfolgreiche Entwicklung autonomer, interaktiver und dynamisch vernetzter Produkte mit steigendem Software- und Service-Anteil gelingt nur durch ebenso innovative Lösungen im Engineering. Das BMBF fördert Forschung und Entwicklung zum Advanced Systems Engineering mit bundesweiten Verbundforschungsprojekten sowie dem wissenschaftlichen Projekt AdWiSE mit insgesamt 31 Mio.
Euro.
www.advanced-systems-engineering.de

Studie: IT-Security fordert deutsche Unternehmen auf vielen Ebenen

Wie ist es in deutschen Unternehmen um die Themen Angriffssicherheit, Security-Kompetenz und Methoden und Werkzeuge zur sicheren Softwareentwicklung bestellt? Im Forschungsprojekt AppSecure.nrw veröffentlichte das Fraunhofer IEM dazu eine umfangreiche Studie. Gemeinsam mit adesso mobile solutions, der AXA und Connext Communication untersuchte es, inwieweit deutsche Unternehmen bei Entwicklung und Betrieb ihrer Software IT-Sicherheit berücksichtigen. Die Studie zeigt, dass IT-Sicherheit in Produkten eine vielschichtige Herausforderung ist und akuter Handlungsbedarf besteht. Vor allem mangelt es an Sensibilisierung und Kompetenzen für das Thema
Angriffssicherheit sowie an Methoden zur sicheren Softwareentwicklung und entsprechenden Entwicklungstools. Darüber hinaus wird deutlich, dass Product Owner nur geringe bis keine Security-Anforderungen an das zu entwickelnde Produkt stellen und Führungskräfte selten Maßnahmen zum Ausbau von Security-Kompetenzen einfordern. Somit besteht für viele Unternehmen die Gefahr, dass ihre Produkte nicht ausreichend vor böswilligen Angriffen geschützt sind.
www.appsecure.nrw

Im Projekt ALBACOPTER erforscht das IEM Technologien für die Urban Air Mobility. (© Fraunhofer IEM)

Neue Projekte: Von Fluggeräten über 5G hin zu beruflicher Weiterbildung

Auch im Jahr 2021 vernetzte sich das Fraunhofer IEM in vielen Kooperationen zur Zukunft des Engineerings. Die Aufnahme von Professor Roman Dumitrescu in die Deutsche Akademie der
Technikwissenschaften (acatech) war ein strategischer Baustein. Zusammen mit Professor Ansgar Trächtler sind nun zwei IEMDirektoren in dem hochkarätigen Gremium vertreten. Fraunhoferweit
starteten mehrere Initiativen: Mit dem Leitprojekt ALBACOPTER investiert die Fraunhofer Gesellschaft in die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die Urban Air Mobility. Gemeinsam mit fünf weiteren Instituten entwickelt das IEM das Experimentalfluggerät ALBACOPTER. In den Fraunhofer 5G-Anwenderzentren erforscht das IEM mit seinen Partner*innen, welche Möglichkeiten 5G für die Kommunikation zwischen Maschinen an verschiedenen Industriestandorten in ganz Deutschland bietet. Das neue IoT-Experience-Center an der Zukunftsmeile 2 wird hier eine zentrale Rolle spielen. Seine Angebote für den Mittelstand macht das IEM seit Juli im Mittelstand-Digital Zentrum Ruhr-OWL (BMWi, 5,9 Mio. Euro Gesamtförderung). Gemeinsam mit dem Heinz Nixdorf Institut und weiteren Partner*innen erforscht das IEM seit April im Projekt rosshaf die „Robustheit von Sensoren und Sensorsystemen gegenüber Umweltbedingungen für hochautomatisiertes
Fahren“ (BMWi, 2,81 Mio. Euro Gesamt-Förderung). Und unter dem Titel „Weiterbildung 4.OWL – Regional. Digital. Vernetzt.“ beschäftigt sich das IEM seit Oktober mit der Digitalisierung in der beruflichen Weiterbildung (1,9 Mio. Euro Förderung durch das Land NRW).

Entwicklungsarbeit in interdisziplinären Teams unter Einsatz neuester Technologien: So ermöglicht Advanced Systems Engineering die Innovationen von morgen. (© Fraunhofer IEM)