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Fortschrittskolleg Nordrhein-Westfalen

Forschung auf den Feldern der großen gesellschaftlichen Herausforderungen des Landes NRW

Das Heinz Nixdorf Institut ist seit Ende 2014 in dem aktuellen Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen „Fortschrittskolleg NRW“ mit zwei Fortschrittskollegs vertreten. Eines davon beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt. Das andere untersucht hybride Leichtbautechnologien, die leichte, effiziente und mobile Anwendungen ermöglichen werden.

Das Wissenschaftsministerium NRW fördert im Rahmen der Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“ inter- und transdisziplinäre Forschungsansätze zur Lösung der komplexen Fragestellungen unserer Zeit. An sechs Einrichtungen wird zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen geforscht. Das Heinz Nixdorf Institut ist durch Professorin Iris Gräßler und Professor Eric Bodden an zwei Fortschrittskollegs (FSK) beteiligt.


Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten – menschenzentrierte Nutzung von Cyber-Physical Systems in Industrie 4.0 (FSK GfA)

Erforscht wird, welche Auswirkungen Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt und die Rolle des Menschen hat. Cyber-Physical Systems eröffnen für Unternehmen neue Möglichkeiten zur flexiblen Rekonfiguration von Wertschöpfungsketten und damit einhergehend Effizienzsteigerungen. Neben den technischen Herausforderungen bei der Entwicklung solcher Systeme erfährt insbesondere die Rolle der Beschäftigten über die gesamte Wertschöpfungskette einen erheblichen Wandel. Die Entwicklung von menschenzentrierten Steuerungssystemen und die Sicherheit solcher neuen Systeme sind die beiden Hauptaspekte.

Leicht, Effizient, Mobil – Energie- und kosteneffizienter Extremleichtbau mit Hybridwerkstoffen (FSK LEM)

Das FSK LEM ist durch die Anwendung von hybriden Bauteilen und hybriden Werkstoffen motiviert: Neue Methoden zur Auslegung, Entwicklung und Fertigung ermöglichen die gezielte Absenkung der Massen von Komponenten im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Unter anderem im Rahmen einer „Denkschule“ im September 2017 wurden mit Vertretern der Zivilgesellschaft – Rettungswesen, Sicherheit, Gesundheit, Pflege und Mobilität – mögliche Anwendungsbereiche und Effekte dieser Technologien diskutiert. Eine zentrale Rolle nimmt das Vorhaben der Fachgruppe „Produktentstehung“ ein: Wie können widersprüchliche Anforderungen aus wirtschaftlicher Modulbauweise und ressourcensparendem Leichtbau mithilfe eines geeigneten Komplexitätsmanagements optimal adressiert werden?