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Forschungskolleg Nordrhein-Westfalen

Forschung auf den Feldern der großen gesellschaftlichen Herausforderungen des Landes NRW

Das Heinz Nixdorf Institut ist seit Ende 2014 in dem aktuellen Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen „Forschungskolleg NRW“ mit zwei Forschungskollegs vertreten. Eines davon beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt. Das andere untersucht hybride Leichtbautechnologien, die leichte, effiziente und mobile Anwendungen ermöglichen.

Besonderes Augenmerk der Forschungskollegs liegt in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Wissensdomänen zur Verbesserung der ganzheitlichen Betrachtung und Lösungsfindung von Problemstellungen. Die Kollegiaten treten in einen zusätzlichen Wissenstransfer mit der Zivilgesellschaft zur Identifikation weiterer Handlungsfelder. Infolge der erzielten guten Ergebnisse wurde 2018 für beide Forschungskollegs eine weitere Förderperiode bis 2022 bewilligt.

Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten – menschenzentrierte Nutzung von Cyber-Physical-Systems in Industrie 4.0 (FK GfA)
Im FK GfA wird erforscht, welche Auswirkungen Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt und die Rolle des Menschen hat: Für die Produktion eröffnen Cyber Physische Produktionssysteme neue Möglichkeiten zur flexiblen Rekonfiguration von Wertschöpfungsketten und damit einhergehend Effizienzsteigerungen. Neben den technischen Herausforderungen bei der Entwicklung solcher Systeme erfährt insbesondere die Rolle der Beschäftigten einen erheblichen Wandel. Auch in der zukünftigen Produktion bleiben die Shopfloor-Mitarbeiter ein entscheidender Faktor. Hierzu bietet die Informations- und Kommunikationstechnologie neue Möglichkeiten in der Arbeitsplanung und -steuerung.

Leicht, Effizient, Mobil – Energie- und kosteneffizienter Extremleichtbau mit Hybridwerkstoffen (FK LEM)

Das FK LEM ist durch die Anwendung von hybriden Bauteilen und Verbundwerkstoffe motiviert: Neue Methoden zur Auslegung, Entwicklung und Fertigung ermöglichen die gezielte Absenkung der Massen im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Im Rahmen der „Denkschule“, im Oktober 2019, wurde es Vertretern der Zivilgesellschaft ermöglicht, in einen Austausch mit Experten der Thematiken „Nachhaltige Werkstoffe“ und „Elektromobilität“ zu treten. Eine zentrale Rolle nimmt das Vorhaben der Fachgruppe „Produktentstehung“ ein: die Adressierung widersprüchlicher Anforderungen aus wirtschaftlicher Modulbauweise und ressourcensparendem Leichtbau mithilfe eines geeigneten Komplexitätsmanagements.