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Smart Innovation Laboratory

Laborumgebung zur Untersuchung von Veränderungen in der Produktentwicklung durch Digitalisierung

Das Smart Innovation Laboratory der Fachgruppe „Produktentstehung“ ermöglicht die Untersuchung der Auswirkungen der Digitalisierung auf die Produktentwicklung. Hierzu werden innovative Ansätze in den Bereichen „strategische Produktplanung“, „Innovationsmanagement“, „Entwicklungsmanagement“ sowie „Digitale und Virtuelle Produktentstehung“ erforscht.

Die Digitalisierung in der Produktentwicklung ist auf zwei Ebenen zu betrachten: Sie unterstützt zum einen innovative Prozesse in der Produktentwicklung. Beispiele sind Ansätze der generativen Entwicklung oder der datengetriebenen Anforderungserhebung. Zum anderen ermöglicht sie die Entwicklung smarter Produkte und Produkt-Service-Systeme. Im Smart Innovation Laboratory der Fachgruppe von Professorin Iris Gräßler besteht hierzu eine einzigartige Forschungsinfrastruktur. Speziell wissensintensive Prozesse in den frühen Phasen der Produktentstehung, die oftmals kollaborativ stattfinden, können durch geeignete technische Assistenzsysteme unterstützt werden. Die große Herausforderung hierbei besteht in dem Zusammenspiel von Kollaboration, Visualisierung und Analyse.

Zur Kollaboration umfasst das Labor Kollaborations- und Prototyping-Arbeitsplätze. Dadurch können Entwicklungsteams gemeinsam an der Entwicklung neuer Prototypen arbeiten. Diese Aufgaben werden zudem durch den Einsatz von digitalen Werkzeugen unterstützt, wie große Multitouch-Tische und -Displays. Eine modellbasierte kollaborative Entwicklung in interdisziplinären Teams wird somit ermöglicht. Durch Visualisierungswerkzeuge können Prototypen schon frühzeitig immersiv erlebt und erfahrbar werden. Dazu zählen flexible Head-Mounted Displays und VR-Treadmills. Diese virtuellen Erfahrungen können durch physische Prototypen ergänzt werden, die beispielsweise mittels additiver Fertigung gefertigt werden.

Ein Forschungsschwerpunkt der Fachgruppe ist die Frage, wie Produktentwickler*innen zukünftig digitale Werkzeuge einsetzen. Daher ist eine zentrale Funktion des Forschungsgroßgeräts die Integration von Forschungsdaten: Videoaufzeichnung mit Datensynchronisation und -integration von smarten Devices ermöglicht neue Erkenntnisse in der Mensch-Technik-Interaktion. Durch die Datenvernetzung werden Forschungsdaten in Echtzeit oder im Anschluss analysiert und ausgewertet. Die flexible und modulare Struktur des neuen Smart Innovation Laboratory ermöglicht eine situations- und themenabhängige Konfiguration für spezifische Prüfszenarien in der Produktentwicklung. In Kombination mit dem etablierten, angrenzenden „Smart Automation Laboratory“ ist der gesamten Produktentstehungsprozess für experimentelle Untersuchungen abgebildet.