21. October 2020

Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler zur Vorsitzenden des neuen VDI-Fachausschusses gewählt - Unternehmen sollen in der strategischen Produktplanung und -entwicklung unterstützt werden

Prof. Iris Gräßler, Inhaberin des Lehrstuhls für Produktentstehung am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, wurde kürzlich zur Vorsitzenden des neuen Fachausschusses „Strategische Planung und Entwicklung hybrider Leistungsbündel“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) gewählt. Ziel des neuen Ausschusses ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Produktplanungsprozesse zu optimieren. Seit vier Jahren ist Gräßler bereits Vorsitzende des VDI-Fachausschusses „Interdisziplinäre Produktentstehung“. Erst kürzlich legte dieser den überarbeiteten Entwurf der VDI-Richtlinie „Entwicklung cyber-physischer mechatronischer Systeme“ vor, dessen Aktualisierung Gräßler maßgeblich mit vorangetrieben hat.

Mit der Gründung des neuen Ausschusses möchte die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA), in welcher der VDI und der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) ihre gemeinsamen Aktivitäten bündeln, Unternehmen durch die Entwicklung einer praxisrelevanten Richtlinie unterstützen. Denn laut Gräßler stehen Unternehmen bei der Entwicklung von komplexen technischen Produkten heute vor großen Herausforderungen: Verteilte Entwicklerteams mit unterschiedlichen Kenntnissen und Erfahrungswerten einerseits, hybride Leistungsbündel aus physischen Produkten und webbasierten Dienstleistungen andererseits. Eine gute Abstimmung untereinander, aber auch das gemeinsame Verständnis der Begrifflichkeiten seien deshalb wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Prozess. Der neu gegründete Fachausschuss plant deshalb, die VDI-Richtlinie „Produktplanung“ aus dem Jahr 1980 grundsätzlich zu erneuern.

„Mit dieser Richtlinie soll eine Harmonisierung des Vorgehens zur Produktplanung und zum Innovationsmanagement erreicht werden“, erläutert Gräßler das Vorhaben. „Es besteht dringender Aktualisierungsbedarf was die Abbildung von mechatronischen Produkten und Cyber-Physischen Systemen angeht. Auch die in der Realität selbstverständlichen digitalen Werkzeuge müssen in den Handlungsempfehlungen der Richtlinie aufgenommen werden. Seit 1980 ist technisch im Themenfeld »Produktplanung« enorm viel passiert. Das gilt es nun in der Richtlinie aufzugreifen und dort abzubilden.“

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