06. Oktober 2020

Erster Meilenstein im Projekt SORISMA erreicht: Praxiserprobte Methoden für das Risikomanagement in Unternehmen

Am 19. August 2020 fand das erste virtuelle Meilensteintreffen des Projekts SORISMA -„Soziotechnisches Risikomanagement bei der Einführung von Industrie 4.0“ statt. Dieser Meilenstein diente dazu, dem Lenkungskreis und dem Projektträger einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten, Zwischenergebnisse sowie den aktuellen Projektfortschritt zu vermitteln. Der Fokus des Treffens lag auf den bisherigen Ergebnissen der Risikoanalyse bei den Partnerunternehmen.

Im ersten Projektjahr wurden gemeinsam mit Forschungs- und Unternehmenspartnern u.a. fünf Industriekreise durchgeführt. Ziel der Arbeitstreffen war ein unternehmensübergreifender Austausch und die gemeinsame Anwendung von Methoden zur systematischen und soziotechnischen Risikoanalyse bei der Einführung von Industrie 4.0 Use Cases. Unter anderem entstand eine Risikocanvas, welche die Auswirkungen und Risiken für die Dimensionen Mensch, Organisation und Technologie abbildet. Auf Basis der identifizierten Risiken soll zukünftig eine Risikobewertung vorgenommen werden. Dazu werden den Risiken zunächst Kennzahlen wie bspw. die Eintrittswahrscheinlichkeit, Vermögensveränderungen oder Zeitverzögerung zugeordnet.

Alle Projektteilnehmer zeigten sich sehr zufrieden mit den Zwischenergebnissen und dem bisherigen Verlauf, sodass das Projekt wie geplant fortgeführt werden kann. Interessierte Unternehmen können künftig über ein Online-Tool auf ausgewählte Projektergebnisse sowie deren Anwendung in den Pilotprojekten zugreifen und Methoden zum soziotechnischen Risikomanagement kennenlernen. Um die Projektergebnisse zu verbreiten und Feedback aus der Praxis zu bekommen, kooperieren die SORISMA-Projektpartner mit weiteren assoziierten Partnern wie der IG Metall, dem Technologie-Netzwerk it’s OWL sowie dem Mittelstand-Kompetenzzentrum Digital in NRW.

Über das Projekt Sorisma:
In dem dreijährigen Forschungsprojekt erarbeiten das Fraunhofer IEM, das Fraunhofer IML, das Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, die Unity AG und myview systems Methoden, mit denen Unternehmen die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf ihre gesamte Wertschöpfungskette analysieren und mögliche Risiken erkennen und bewerten können. Beim Einführen der Industrie 4.0-Technologien profitieren Betriebe dann von Methoden, mit denen sie mögliche Gefahren überwachen und steuern können. Wichtige Grundlagen dafür liefern die Anwenderunternehmen thyssenkrupp Industrial Solutions AG, MIT – Moderne Industrietechnik, westaflex und BEULCO. Sie bringen ihre bisherigen Erfahrungen mit Industrie 4.0, aber auch Wünsche und Bedarfe ein und stellen so die Praxisrelevanz der Forschungsinhalte sicher.

Nähere Informationen finden Sie unter: www.sorisma.de

Das Verbundprojekt aus neun Partnern wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung NRW (EFRE.NRW) mit einem Fördervolumen von rund 2,7 Millionen Euro unterstützt. Betreut wird das Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren durch die LeitmarktAgentur.NRW.

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