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16. Mai 2013
Hohe Auszeichnung für Paderborner Informatikprofessor Dr. Friedhelm Meyer auf der Heide
Prof. Dr. Friedhelm Meyer auf der Heide vom Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn wurde als neues Mitglied in ...
ENTIME
DruckenEntwurfstechnik Intelligente Mechatronik
Das Forschungsprojekt „Entwurfstechnik Intelligente Mechatronik“ (ENTIME) soll die Innovationskraft des modernen Maschinenbaus stärken. Zum einen wird eine fachgebietsübergreifende Entwurfstechnik mit besonderer Betonung auf der Regelungs- und Softwaretechnik entwickelt. Zum anderen wird auf Basis semantischer Technologien ein effektiver Zugriff auf bestehende Lösungen unterschiedlichster Lieferanten ermöglicht.
Ein technisches Erzeugnis wie ein mechatronisches System ist das Ergebnis einer Branchenwertschöpfungskette, in der sich Unternehmen vermehrt die Entwicklungsarbeit mit spezialisierten Anbietern von Lösungselementen teilen. Lösungselemente sind bewährte Lösungen - Baugruppen, Module, Softwarebibliotheken etc. - zur Erfüllung einer Funktion des Gesamtsystems.
Mit dem Internet haben sich für den Vertrieb solcher Lösungselemente Online-Kataloge u. Ä. verbreitet. Allerdings gestaltet sich die Suche in solchen Katalogen schwierig, da sie lediglich schlagwortbasiert funktioniert und spezifische Eigenschaften von Lösungselementen nicht berücksichtigt. Daher greifen Entwickler und Entwicklerinnen in der Regel nur auf ihnen bekannte Angebote von Partnerunternehmen zurück. Das vorhandene Innovationspotenzial wird somit nicht umfassend ausgeschöpft.
Mit dem Semantic Web kann der Auswahlprozess von Lösungselementen erheblich verbessert werden. Je Klasse von Lösungselementen gibt es fest definierte Informationen, die mit semantischen Annotationen maschinenverständlich aufbereitet werden. Zusammen mit einer formalisierten Zielbeschreibung ermöglicht dies eine semantische Suche nach Lösungselementen. Informationen können so automatisch ausgewertet und so alle verfügbaren Lösungen berücksichtigt werden. Hilfsmittel dafür sind eine Beschreibungssprache und Ontologien. Die Projektergebnisse zeigen, dass so das vorhandene Angebot optimal ausgeschöpft werden kann.
Das Projekt wird vom Land NRW sowie der Europäische Union mit ca. 4,3 Mio. Euro gefördert. Es wird vom Heinz Nixdorf Institut, vertreten durch die Professoren J. Gausemeier, W. Schäfer und A. Trächtler, in enger Kooperation mit neun Unternehmen aus der Region durchgeführt. Es stärkt so die Innovationskraft des Maschinenbaus und erschließt neue Vertriebskanäle für heimische Unternehmen.


