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Vorlesung Eingebettete Systeme

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Veranstaltungsnr.: L.079.05509

Vorlesungstyp und Prüfungen

Vorlesung (V2, Ü1)

Informationen zu Anmeldezeiträumen für die mündliche Prüfung

Zielgruppe

ESS Modul II.3.1, i5, i-b5, i-l, ie, ii, im

Vorlesung

Donenrstag 09:00 - 11:00 Uhr, F1.110

Übung

Donnerstag 11:00 - 13:00 Uhr, g1, F1.110
Donnerstag 11:00 - 13:00 Uhr, g2, F1.110

Übung

2 Gruppen 14 tägig im Wechsel, jeweils Donnerstags, 11:00-13:00 Uhr in F1.110

Materialien

Vorlesungsfolien

Vorlesungsinhalte

A) Einführung
B) Entwurfsablauf
C) Modellierung, Spezifikation
D) Verifikation, Validierung
E) Architekturen
F) Realisierung, Synthese

Zur Einleitung (Vorlesungsabschnitt A) wird an Beispielen aus unterschiedlichen Anwendungsgebieten (Steuerung, Kommunikation, Robotik) veranschaulicht, was ein eingebettetes System ist und welche Eigenschaften und Besonderheiten diese Systeme haben. Es wird ein Überblick über die Thematik und verwendete Schlagworte gegeben.

Anschließend (Vorlesungsabschnitt B) wird der typische Entwurfsablauf für ein eingebettetes System erläutert. Im Rahmen des Entwurfsablaufs werden Begriffe wie Abstraktionsebenen, Entwurfsaspekte und Entwurfsschritte speziell für den Entwurf von eingebetteten Systemen eingeführt. Anhand von Entwurfsabläufen und den zugrunde liegenden Entwurfsmethodiken soll ein grundlegendes Verständnis vermittelt werden, in das das nachfolgende Detailwissen eingeordnet werden kann. Ausgehend vom Entwurfsablauf werden folgende vier Thematiken im Detail vorgestellt.

In C wird vorgestellt, wie Automaten, Petri Netze, Datenflußgraphen, Statecharts oder UML zur Modellierung und Spezifikation von eingebetteten Systemen verwendet werden. Hierbei wird auf eine strikte Trennung zwischen Modellierungsparadigmen, Sprachen und Werkzeugen geachtet. Für die eingeführten Modellierungsparadigmen werden, soweit verfügbar, Sprachen (StateCharts, Lustre ...) und Werkzeuge (StateMate, Matlab/Simulink,...) vorgestellt. Schwerpunkte werden hier auf die Modellierung des Zeitverhaltens, der Kommunikation und von adaptivem Verhalten gelegt.

Eingebettete Systeme müssen validiert (Vorlesungsabschnitt D) und in vielen Teilen auch verifiziert werden, da sie häufig in sicherheitskritischen Bereichen (Kfz) angewendet werden. Neben der Funktion müssen vor allem das Zeitverhalten und ggf. die Fehlertoleranz nachgewiesen werden. Die hierzu notwendigen Verfahren werden in diesem Vorlesungsabschnitt vorgestellt.

Der Vorlesungsabschnitt E Architekturen besteht aus zwei Teilen, in denen verschiedene SW- und HW-Architekturen (uP DSP, ...) vorgestellt werden. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt hier auf der Vorstellung von System- und SW- Architekturen (verteilte, eventgetriebene, datenflußorientierte Architekturen) sowie auf Netzwerken (FireWire, CAN Bus).

In F werden Verfahren behandelt, die für die Realisierung oder Synthese von eingebetteten Systemen benötigt werden. Hier werden Verfahren zur funktionellen und strukturellen Partitionierung, zum Scheduling, zur Allokation und zur Codegenerierung aus Spezifikationen vorgestellt. Ein Überblick über Realzeitbetriebssysteme und Kommunikationsschnittstellen wird gegeben.

Literatur

  1. Jürgen Teich, "Digitale Hardware/Software Systeme", Springer 1997.
  2. Hermann Kopetz, "Real-Time Systems: Design Principles for Distributed Embedded Applications", Kluwer Academic Publishers 1998.
  3. Daniel D. Gajski, Frank Vahid, Sanjiv Narayan, Jie Gong, "Specification and Design of Embedded Systems", Prentice Hall 1994.
  4. Jean Paul Calvez, "Embedded Real-Time Systems", John Wiley & Sons 1993